Dienstag, 7. August 2012
Kritik: Battleship
Seit der Transformers-Reihe gibt es ein einheitliches Konzept für das Bonbon-Kino: Erstens, kauft man sich die Rechte von einem Franchise, egal wie lächerlich es klingt oder wie viel Sinn es macht, z. B. "Schiffe versenken" (...das man übrigens auch mit Papier und Stift spielen kann). Zweitens, engagiert man eine talentlose Hauptdarstellerin, denn sowas funktioniert seit Megan Fox ganz gut und die Hauptsache ist, sie hat einen schönen Körper und das Gehirn des Mannes braucht nicht mehr soviel Blut, so dass er gar sich gar nicht erst fragen muss, warum die jetzt überhaupt die Rechte von Hasbro brauchten. Drittens, falls Mann langsam wieder zur Besinnung kommen sollte, möglichst viele CGI-Explosionen reinpacken, damit nicht die Frage ensteht, ob es da überhaupt eine Story gibt. Herzlichen Glückwunsch, "Battleship", du hast das Konzept grandios umgesetzt.
Kritik: V/H/S
Ist es eigentlich unmöglich, noch originelle Horrorfilme zu produzieren? Auf alle Fälle ist es schwierig, neue Ideen einzubringen. Man kann den Zuschauer natürlich auch damit austricksen, einfach längst bekannte Szenarien auf einen Haufen zu packen, diese in fast zwei Stunden zu quetschen, in fünf Segmente zu unterteilen und immer ein paar Fragen offen zu lassen. Dabei verwenden die sechs Regisseure vollkommen unterschiedliche Geschichten, statten diese mit dem guten alten" möglichst viele Brüste zeigen - Game Of Thrones" -Patent aus und erhaschen sich Spezialeffekte durch wackelige, amateurhafte Kameraführung.
Kritik: Eddie: The Sleepwalking Cannibal
Andes Thomas Jensens "Adams æbler", Ole Bornedals "Nattevagten" oder so ziemlich alle umständlichen Werke von Lars Von Trier. Dänemark zeigt immer wieder gerne, wie unterhaltsam und originell Filme sein können. "Eddie: The Sleepwalking Cannibal" schließt sich zwar von der originellen Idee an, bei der Umsetzung hapert es aber doch.
Kritik: Jonas - Stell dir vor, es ist Schule, und du musst wieder hin
Bei "Jonas" musste ich mir permanent die Frage stellen, ist das jetzt eine Dokumentation, ein ernst gemeinter Film, oder wird hier einfach versucht beide Sachen zu vermischen? Letztendlich bin ich zum Schluss gekommen, dass Regisseur Robert Wilde das vollkommen ernst meinte, den mittlerweile 36 jährigen Christian Ulmen die stoppeln rasierte, um ihn als 18 jährigen Jonas ausgeben zu können und in ein echtes Schulszenario in die zehnte Klasse einer Gesamtschule in Zeuthen (Brandenburg) steckte.
Kritik: Bernie
Wenn man den Namen Jack Black vernimmt, ist wahrscheinlich das Letzte was man erwartet einen anspruchsvollen Film zu sehen, obwohl er in der Vergangenheit des Öfteren bewiesen hat, dass er auch durchaus Rollen übernehmen kann, die Niveau mit sich bringen ("The Holiday"). Nach dem Flop "Gulliver's Travels" scheint sich Herr Black dazu entschlossen zu haben, etwas tiefgründigere Komödien anzustreben ("The Big Year") und man merkt, es steht ihm richtig gut, denn er schafft es, seine Charaktere glaubwürdig rüber zu bringen. In "Bernie" ist das auch nicht viel anders, denn hier übernimmt er den Charakter des sympathischen Leichenbestatters und Multitalentes Bernie Tiede, welcher nach einer wahren Person und dessen Geschichte nachempfunden wurde.
Kritik: Mientras Duermes (Sleep Tight)
Regisseur Jaume Balagueró beweist erneut, dass er ein Händchen für guten Horror hat, den Hollywood seit langem durch mittelmäßiges Franchise wie "Paranormal Activity" missen lässt. Diesmal wendet er sich vom "REC" Titel ab und geht näher auf die menschliche Psyche und deren Abgründe ein, bleibt seinem Apartmentkomplex treu, lässt diesmal aber die Untoten weg und nimmt sich dafür einen Hausmeister, der es liebt, wenn alle Menschen um ihn herum leiden müssen. Klingt doch schon mal absolut sympathisch.
Kritik: [REC]³ Génesis
An der "[REC]"-Reihe erkennt man gut, wie sehr Filme von Teil zu Teil abnehmen können. Das Zombie-Thema verliert langsam an Biss, den Drehbuchautoren fallen keine Neuerungen oder Story-Twists mehr ein und so allmählich entwickelt es sich ins Lächerliche. Dass das gar nicht so schlimm sein muss, beweist der dritte Teil "REC 3: Genesis" - wenn man denn offen für ein neues Konzept ist, was man aber schon viel zu oft bei anderen Filmen gesehen hat.
Montag, 6. August 2012
Kritik: The Pirates! Band Of Misfits
Ein Jahr ist schon wieder vergangen, als uns Rob Marshall mit dem unnötigen 4. Nachfolger vom "Pirates of the Caribbean" Franchise quälte. Es war das deutliche Anzeichen dafür, dass Seeräuber nicht mehr den Filmmarkt beherrschen. Glücklicherweise gibt es noch Produktionsfirmen, denen solche Trends egal sind und die einfach nur ihr Ding durchziehen, so zum Beispiel auch Aardam Animations, die mit ihren Stop-Motion Werken wie "Wallace & Gromit" seit Jahren zu begeistern wissen und kürzlich "The Pirates! Band Of Misfits" raus brachten. Diesmal führte jedoch nicht Gründer des Animationsstudios Nick Park Regie, sondern sein Kollege Peter Lord, der auch schon vor 12 Jahren für "Chicken Run" zuständig war.
Artikel: Der Missbrauch des Herzens
Das Herzsymbol. Es ist ein Zeichen der Liebe. Die Metapher des menschlichen Herzens. Es steht für Ideale wie Güte und Liebe. Es wurde 300 v. Chr. als Dekor auf Vasen entdeckt und bla bla bla. Diese Wikipedia-Auszüge sparen wir uns, denn das dient uns nur, wenn es unserer Meinung konform ist. Das Herzsymbol hat die heutige Bedeutung, sein veganes Essen durch Instagram zu jagen, es auf Facebook hochzuladen und mit kurzen Schlagwörtern wie "Yummi" der Welt als den Höhepunkt des Tages zu präsentieren, wobei dann das Symbol selbst als Ausdruck genommen wird, wie sehr man dieses besonders originell angerichtete, fleischlose Kunstwerk im 80er Jahre Vintage-Schlafrock doch liebt. Ja, wir lieben Essen auch. Genauso lieben wir es, Träume und Hoffnungen anderer Menschen zu zerstören, Wikipedia als schlecht recherchiert darzustellen und Leuten ungefragt Wissen aufzudrängen, denn wenn man der Geschichte glaubt, steht Symbol < und 3 für etwas gänzlich Anderes und wird seit Jahrhunderten vollkommen falsch verwendet.
Im Grunde lieben wir es aber einfach nur, kleinen Kindern ins Gesicht
zu schreien, wie falsch sie liegen.
zu schreien, wie falsch sie liegen.
Samstag, 4. August 2012
Artikel: Wäre "Groundhog Day" realistisch gewesen
Der Film "Groundhog Day" ("...und täglich grüßt das Murmeltier") ist aus drei Gründen einer der wichtigsten Filme unserer Geschichte.
1. Er ist verdammt witzig.
2. Er hat eine tolle, philosophische Geschichte.
3. Bill Fucking Murray.
1. Er ist verdammt witzig.
2. Er hat eine tolle, philosophische Geschichte.
3. Bill Fucking Murray.
| Bonus: Good ol' Ned. |
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